Ein Phänomen so alt wie die Siedlungsgeschichte selbst: Städte wachsen, Städte schrumpfen.Doch irgendetwas hat sich grundlegend verändert. Standortkonkurrenz transformiert Orte und das Spannungsfeld: Hypercity versus Einöde, wächst. Die Vorstellungen zu Topografie und Koordinatensystemen entspringen ebenfalls einer Logik des globalen Wettbewerbs und sind Artefakte des Kolonialismus. Ein Blog zu kapitalismuskritischer Stadtentwicklungspolitik
Montag, 21. April 2014
Montag, 14. April 2014
Keine guten Aussichten!
Es ist ein Trauerspiel. Auch 25 Jahre nach der Wende überlagern politische Grabenkämpfe die fachlich angemessene Auseinandersetzung um städtebauliche Paradigmen. Dass die Ost-Moderne eine Epoche mit inzwischen zum Teil denkmalgeschützten Bauten ist wird einfach nicht akzeptiert. Und so wünschen sich SPD und CDU in Berlin etwas mehr Metropolitanität - diese Provinzheinies! Dass es dafür nicht einfach sechs Hochhäuser und die größte Shoppingmall Ostdeutschlands braucht hat sich bei den Experten noch nicht herumgesprochen. Wahrscheinlich wird das Thema Alexanderplatz-Bebauung am 8.Mai 2014 ins Berliner Abgeordnetenhaus kommen und dort ein Finale in der Abstimmung über die Bebauungspläne der einzelnen Standorte erleben.
Dabei geht es der Linken nicht nur um den Erhalt der Sichtachse. Es geht um die Anerkennung städtebaulicher Prämissen, die nicht von betriebswirtschaftlichen Visionen ausgehobelt werden dürfen, denn der gebaute Raum überlebt im Zweifel immer wieder die kurzlebigen Wirtschaftssysteme einer Gesellschaft...
Dabei geht es der Linken nicht nur um den Erhalt der Sichtachse. Es geht um die Anerkennung städtebaulicher Prämissen, die nicht von betriebswirtschaftlichen Visionen ausgehobelt werden dürfen, denn der gebaute Raum überlebt im Zweifel immer wieder die kurzlebigen Wirtschaftssysteme einer Gesellschaft...
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Finally: Unser Wettbewerbsbeitrag - Der Boden als Artefakt und Abbild der Gesellschaft
Sheila Seyfert und Ich nahmen letztes Jahr an dem Wettbewerb "Out of Balance – Kritik der Gegenwart",
den den ARCH+ zusammen mit der Stiftung Bauhaus Dessau 2012 ausgeschrieben hatte, teil und sind jetzt in einer Sonderausgabe vertreten. Juhu wir freuen uns riesig. Mehr dazu bei http://www.archplus.net/home/
Dienstag, 28. Januar 2014
Und nochmal: Brot und Spiele
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen Link zu Olympia in Brasilien unter dem Titel "Brot und Spiele" gepostet. Heute finde ich in der ARD-Mediathek unter dem gleichnamigen Titel eine Doku über die Verwirklichung der Winterspiele in Sotschi!
Es ist einfach nicht zu fassen, was Olympia leistet...
Es kann doch nicht wahr sein, dass überhaupt noch irgendwer daran Interesse hat, Städte derart umzupflügen und Menschenrechte zugunsten des Kapitals, mit den Füßen zu treten.
Und wieder einmal geht es um Grund und Boden und die Frage, wieviel ist er wert.
Die Inwertzung des Bodens verläuft einfach vor aller Leute Augen und es fällt nicht einmal auf, wenn am Ende die Hotels die Wasserkante schmücken und auch Russland endlich so modern wirkt.
Ein Kotzprogramm sonders gleichen.
Die Doku ist wirklich sehenswert, wirft sie einen Blick auf die Entstehung der Olympia-Bauten und-Anlagen und den Kampf um die Häuser derjenigen, die dort vorher Gurken und Rettiche angebaut haben.
Es ist einfach nicht zu fassen, was Olympia leistet...
Es kann doch nicht wahr sein, dass überhaupt noch irgendwer daran Interesse hat, Städte derart umzupflügen und Menschenrechte zugunsten des Kapitals, mit den Füßen zu treten.
Und wieder einmal geht es um Grund und Boden und die Frage, wieviel ist er wert.
Die Inwertzung des Bodens verläuft einfach vor aller Leute Augen und es fällt nicht einmal auf, wenn am Ende die Hotels die Wasserkante schmücken und auch Russland endlich so modern wirkt.
Ein Kotzprogramm sonders gleichen.
Die Doku ist wirklich sehenswert, wirft sie einen Blick auf die Entstehung der Olympia-Bauten und-Anlagen und den Kampf um die Häuser derjenigen, die dort vorher Gurken und Rettiche angebaut haben.
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Donnerstag, 9. Januar 2014
Looks like Gefahrenzone?!
Wer bei dem Begriff "Gefahrenzone" an Minenfelder oder ehemalige Truppenübungsplätze denkt, darf nun aufatmen. Dem Begriff widerfährt momentan ein epistemologisches Recycling durch die Hamburger Bürgerschaft und das dortige Polizeigesetz. St.Pauli wird zur Gefahrenzone und gleicht damit, im engsten Sinne des Wortes, einem Truppenübungsplatz. Kaum zu glauben, dass Stadtpolitik noch immer in der Lage ist derart autoritär, Quartiere für sich zu vereinnahmen und politisch so Gewalt auszuüben. Wie konnte ich nur glauben, dass dies ein Relikt des 20.Jh gewesen ist...zzzz.
Ein besonderes Geschmäckle bekommt diese Geschichte in Verbindung zum aktuell veröffentlichten Bericht über die Verfehlungen bei der Planung und beim Bau der Elb-Philharmonie. Oh Mannomann! Sounds like: Filz trifft auf Sumpf und begründet Gefahrenzone.
Klingt eher nach einem schlechten Film, als nach sozialdemokratischer Stadtpolitik - apropos, was macht eigentlich die SPD?!
Da bleibt nur zu sagen: Raus auf die Plätze! Immerhin wurden inzwischen Reisewarnungen für die Schanze rausgegeben und vielleicht ist dies ja ein historischer Moment?!
Ein besonderes Geschmäckle bekommt diese Geschichte in Verbindung zum aktuell veröffentlichten Bericht über die Verfehlungen bei der Planung und beim Bau der Elb-Philharmonie. Oh Mannomann! Sounds like: Filz trifft auf Sumpf und begründet Gefahrenzone.
Klingt eher nach einem schlechten Film, als nach sozialdemokratischer Stadtpolitik - apropos, was macht eigentlich die SPD?!
Da bleibt nur zu sagen: Raus auf die Plätze! Immerhin wurden inzwischen Reisewarnungen für die Schanze rausgegeben und vielleicht ist dies ja ein historischer Moment?!
Freitag, 3. Januar 2014
Dienstag, 17. Dezember 2013
Die Stadt als Ort der sozialen Polarisierung, am Bsp. Frankfurt!
RAdiofeature Bayern2 zu "Rebel Cities - Die Stadt as Ort der sozialen Auseinandersetzung"
Ein spannendes Radiofeature zu stadtpolitischer Kapitalismuskritik und Kritik an der Unternehmerischen Stadt und Frankfurt als Steuerungszentrale des Finanzmarktkapitalismus...
That´s it.
Reicht ja auch.
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Ein spannendes Radiofeature zu stadtpolitischer Kapitalismuskritik und Kritik an der Unternehmerischen Stadt und Frankfurt als Steuerungszentrale des Finanzmarktkapitalismus...
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Reicht ja auch.
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