Mittwoch, 9. Oktober 2013

Doku "Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand" jetzt online!!!!

Dass Helmuth Kohl "Blühende Landschaften" versprach ist bald ein viertel Jahrhundert her.
An die Ruinen und längst verblassten Überbleibsel hat man sich gewöhnt und dass die Lebensbedingungen ost denen in west noch längst nicht angeglichen sind, wird kaum noch thematisiert. Der Bundesdeutsche Alltag hat sich etabliert und dennoch klaffen viele offene Wunden...
Die Aufarbeitung jener unsäglichen Geschichte steht höchstens am Anfang und erste Schritte werden inzwischen unternommen.
Wie ein Teil der DDR übernommen und abgewickelt wurde zeigt die Doku Goldrausch von Dirk Laabs.
Sehr empfehlenswert ist auch seine Website, die mit einer Fülle an Archivmaterial und Quellen aufwartet...

Hier nun der Link zum Film, ausgestrahlt im "Ersten" ;-))))
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/17491032_goldrausch-die-geschichte-der-treuhand

Freitag, 4. Oktober 2013

Seerosen für Afrika - Entsetzen reicht nicht!

Lampedusa, Ort unzähliger Flüchtlingsleichen und Bootsfriedhöfe.
Immer wieder passieren dieselben Unglücke und immer wieder ist "die Weltöffentlichkeit" entsetzt.
Kaum zu ertragen ist aber auch das quartalsmäßige Entsetzen von Regierungsbeamten, dem keine Taten folgen.
Eine Projekt namens "Seerosen für Afrika" hat in fast schon erschreckend pragmatischer Weise eine Idee entworfen, um wenigstens das sterben zu beenden.
In letzter Konsequenz müssten zwar die Grenzen abgeschafft und Bewegungsfreiheit für alle  geschaffen werden, aber das Projekt gibt Denkanstöße.
http://www.taz.de/uploads/images/684x342/8691788.jpg
(Quelle: http://www.taz.de/!48090/)
Es ist Zeit etwas zu tun!

Sonntag, 29. September 2013

Die FIFA: Brot und Spiele reloaded

Es ist ein Trauerspiel. Seit tausenden von Jahren immer die gleiche Nummer: Erst schunden sich etliche Sklaven für den Bau der Spielstädten und dann kommen die allseits bekannten Gladiatoren zu den Spielen und mit ihnen der Pöbel um den Spielen beizuwohnen.
Was bei Cäsar an mehreren hundert Feiertagen als Brot und Spiele bekannt wurde findet heute nur einmal im Jahr statt und kostet ein Vermögen aber dafür darf der Durchschnittsbürger sich sein halbes Berufsleben darauf freuen und solange sparen, bis die Tickets für Flug, Hotel und Stadion drin sind.... Das Prinzip dahinter changiert indes je nach Austragungsort. Nun schaut die Welt auf Katar und die FIFA zeigt sich angeblich verwundert über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Oder finden die Verantwortlichen nicht insgeheim, dass es für Sporterlebnisse von Weltruhm, die das Zeug zur Weltgeschichte haben, auch mal ein bisschen weh tun müssen? Dem Ansehen Cäsars hat es schliesslich auch nur bedingt geschadet.
Und wie war das neulich in Frankfurt mit den Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter der EZB? hmmmmm......
 Der folgende Artikel aus dem ND sei dazu empfohlen und verwiesen auf einen anderen, der bereits im April prognostizierte, dass es "mehr tote Bauarbeiter als Fußballspieler" geben werde...

Kapitalistische Stadtentwicklung tötet - immernoch.
Für die WM in Brasilien lässt sich im Netz jedenfalls diese Bild finden.















Quelle: http://www.dj.garrincha.de/wp-content/uploads/2013/05/8723625706_dffe3fec97_o.jpg

Mittwoch, 25. September 2013

Ich sach ma': Privatisieren is voll neunziger, ey!



Wie schön!
In Hamburg gab es ein erfolgreiches Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Energienetze.
Knapp war das Votum. Dafür ist es aber DAS Votum der Hamburger_innen.
Das die Fraktionen der CDU, SPD und FDP in der Hamburger Bürgerschaft geschlossen dagegen waren hilft da jetzt hoffentlich auch nicht mehr.
In der SZ war zu lesen:
Quelle:http://farm5.static.flickr.com/4034/4383137618_98d76aea74_m.jpg
"Die SPD verweigerte sich stets dem kompletten Rückkauf der Netze, in dem sie, wie Finanzsenator Peter Tschentscher sagte, ein großes Risiko sieht. Die Stadt müsse bei einem geschätzten Kaufpreis von zwei Milliarden Euro mit einem unwägbaren Zinsrisiko leben und trage überdies das volle unternehmerische Risiko."
Diese Sozen!
Als ich neulich nach zehn Jahren das erste Mal wieder Monopoly spielte, wurde mir von erfahrenen Mitspielern erläutert, dass man entweder die Parkstraße oder die Energienetze kaufen muss um solvent zu bleiben. Na dann, mal ran an den Speck!