Dienstag, 28. Januar 2014

Und nochmal: Brot und Spiele

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen Link zu Olympia in Brasilien unter dem Titel "Brot und Spiele" gepostet. Heute finde ich in der ARD-Mediathek unter dem gleichnamigen Titel eine Doku über die Verwirklichung der Winterspiele in Sotschi!
Es ist einfach nicht zu fassen, was Olympia leistet...
Es kann doch nicht wahr sein, dass überhaupt noch irgendwer daran Interesse hat, Städte derart umzupflügen und Menschenrechte zugunsten des Kapitals, mit den Füßen zu treten.
Und wieder einmal geht es um Grund und Boden und die Frage, wieviel ist er wert.
Die Inwertzung des Bodens verläuft einfach vor aller Leute Augen und es fällt nicht einmal auf, wenn am Ende die Hotels die Wasserkante schmücken und auch Russland endlich so modern wirkt.
Ein Kotzprogramm sonders gleichen.
Die Doku ist wirklich sehenswert, wirft sie einen Blick auf die Entstehung der Olympia-Bauten und-Anlagen und den Kampf um die Häuser derjenigen, die dort vorher Gurken und Rettiche angebaut haben.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Looks like Gefahrenzone?!

Wer bei dem Begriff "Gefahrenzone" an Minenfelder oder ehemalige Truppenübungsplätze denkt, darf nun aufatmen. Dem Begriff widerfährt momentan ein epistemologisches Recycling durch die Hamburger Bürgerschaft und das dortige Polizeigesetz. St.Pauli wird zur Gefahrenzone und gleicht damit, im engsten Sinne des Wortes, einem Truppenübungsplatz. Kaum zu glauben, dass Stadtpolitik noch immer in der Lage ist derart autoritär, Quartiere für sich zu vereinnahmen und politisch so Gewalt auszuüben. Wie konnte ich nur glauben, dass dies ein Relikt des 20.Jh gewesen ist...zzzz.
Ein besonderes Geschmäckle bekommt diese Geschichte in Verbindung zum aktuell veröffentlichten Bericht über die Verfehlungen bei der Planung und beim Bau der Elb-Philharmonie. Oh Mannomann! Sounds like: Filz trifft auf Sumpf und begründet Gefahrenzone.
Klingt eher nach einem schlechten Film, als nach sozialdemokratischer Stadtpolitik - apropos, was macht eigentlich die SPD?!
Da bleibt nur zu sagen: Raus auf die Plätze! Immerhin wurden inzwischen Reisewarnungen für die Schanze rausgegeben und vielleicht ist dies ja ein historischer Moment?!

Freitag, 3. Januar 2014

Dienstag, 17. Dezember 2013

Die Stadt als Ort der sozialen Polarisierung, am Bsp. Frankfurt!

RAdiofeature Bayern2 zu "Rebel Cities - Die Stadt as Ort der sozialen Auseinandersetzung"

Ein spannendes Radiofeature zu stadtpolitischer Kapitalismuskritik und Kritik an der Unternehmerischen Stadt und Frankfurt als Steuerungszentrale des Finanzmarktkapitalismus...
That´s it.
Reicht ja auch.

Listen!

Donnerstag, 7. November 2013

Song des Tages

Mal wieder eine Stadtvideobotschaft und diesmal auch sehr passend zu den kommunalpolitischen Ereignissen einer "Stadt von Weltrang"...


Samstag, 2. November 2013

Postfordismus in Fordlandia - Nicht nur Detroit ist pleite...

Eine Stadt inmitten des Amazonasgebiets, erschaffen von Ford um Kautschuk für die Autoreifen seiner Autos, anzubauen.
Same, same but different. Es ist immer wieder die gleiche Geschichte über Städte die gebaut wurden um Rohstoffe zu nutzen und Standortvorteile, wie es seit Anbeginn des Neoliberalismus heißt, zu nutzen.
Fordlandia impliziert die Geschichte einer eigenen Planstadt bereits im Namen und belegt den Zeitgeist des Erschaffens eigener Reiche zu Beginn des 20.Jahrhunderts.
Diese Doku aus der Arte Mediathek gibt Einblick in die Stadt, ihre Geschichte und das Erbe.
Blühende Landschaften, auf eine Weiteres!

Freitag, 1. November 2013

Kein richtiges Leben im Falschen. Ja, aber...

Gestern las ich in der Berliner Zeitung von dem Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel, der ein Mini-Haus entwickelt hat, das in jede Parklücke passt. Nette Idee, die allerdings auch den Beigeschmack des "dann ziehen wir halt in den Wohnwagen, wenn wir uns die Miete nicht mehr leisten können" hat.
So ist es eben mit den Widersprüchen.
Der Architekt meint es aber offensichtlich gut und meint:
"„Unreal Estate House“ hat Bo-Mentzel an sein Häuschen auf Rädern geschrieben, es ist der bewusst formulierte Gegensatz zum Real Estate, jener Immobilienwirtschaft, die Menschen zu Bewohnern von Innenstädten oder Randlagen macht. „Ich habe die Vision einer Welt, in der Wohnen frei ist. Wir wollen die Miete abschaffen, denn Wohnen ist ein Menschenrecht.“

Miete abschaffen ist definitiv eine Forderung, die ich mitnehme, auch wenn ich mir noch nicht so sicher bin, was ich von dem Parklückenwohnraum halten soll.....
Dann doch lieber angemessenen Wohnraum für alle und gerne noch ein bedingungsloses Grundeinkommen dazu.

Prost!